Die Kunst der spirituellen Begleitung
Grundlagen des Inneren Erforschens in 3 Modulen
Die Kunst der spirituellen Begleitung beginnt mit der inneren Haltung des Begleiters.
Sie erwächst aus der Tiefe des eigenen Seins – aus jener stillen Quelle, in der wir uns selbst erkennen und einem anderen Menschen urteilsfrei, mit offenem Herzen und wacher Präsenz begegnen.
Menschen zu begleiten – ob als Eltern, Lehrende, Seelsorger, Therapeutin oder einfach als mitfühlender Freund – bedeutet, das eigene Wollen zu erkennen, ihm jedoch nicht zu folgen. Wir lernen, jene feinen inneren Impulse wahrzunehmen, die uns dazu verleiten möchten zu wissen, was richtig sei: Antworten geben zu wollen, Lösungen anzubieten oder den Prozesse zu beschleunigen, um rasch zu einem Ergebnis zu gelangen. Stattdessen, lauschen wir dem, was im anderen Menschen selbst Gestalt annehmen will.
Das Erlernen einer spirituellen Begleitung ist nicht an erster Stelle eine Hinwendung zum Anderen.
Es ist ebenso ein Ruf nach innen – die Einladung sich auf einen eigenen Wandlungsweg einzulassen, einen Weg der Selbsterkenntnis. Jede vertiefte Wahrnehmung, jedes stille Lauschen und jede innere Seelenbewegung führt uns zurück an jenen Ort in uns, an dem echte Reifung geschieht.
Die Praxis des Inneren Erforschens ist ein spiritueller Weg des Bewusstseins. Sie öffnet einen heilsamen Raum, in dem die Seele dem eigenen Fluss folgen kann: wahrhaftig, authentisch und in ihrem eigenen Tempo. Dieser Raum entsteht durch eine Grundhaltung von Präsenz, Annahme, Offenheit, Verbundenheit und dem tiefen Vertrauen in die Weisheit der Seele.
So wird Begleitung zu einem feinen Zusammenspiel zwischen Halt geben und Geschehen lassen. Alles darf sich zeigen:
Zweifel ebenso wie Klarheit, Widerstand ebenso wie Hingabe, Enge ebenso wie Weite. In dieser Offenheit erkennen wir, dass jede Bewegung Teil eines größeren inneren Werdens ist.
Spirituelle Begleitung ist kein Tun, es ist ein Weg der inneren Erforschung, der Entdeckung und der lebendigen Begegnung mit dem Wesenskern eines Menschen.
„Veränderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist, nicht wenn er versucht, etwas zu werden, das er nicht ist.
Veränderung ergibt sich nicht aus einem Versuch des Individuums oder anderer Personen, seine Veränderung zu erzwingen,
aber sie findet statt, wenn man sich die Zeit nimmt und die Mühe macht, zu sein was man ist; und das heißt, sich voll und ganz
auf sein gegenwärtiges Sein einzulassen.“
A.R.Beisser (aus Staemmler, F.M.: „Was ist eigentlich Gestalttherapie?“)
Seminarinhalte
Grundhaltungen
Präsenz · Annahme · Offenheit · Verbundenheit · Vertrauen
Mitgefühl · Aufrichtigkeit · Verantwortung
Die drei Realitätsebenen
Alltagsrealität · Seelische Realität · Gewahrsein
Innere Klarheit des Begleiters
• Projektionen und eigene Schattenanteile erkennen
• Unterscheidung von Wahrnehmung und Interpretation
• Das ICH Ideal, der „ideale Begleiter“ – Identifikationen und Selbstbilder
• Eigene Vorstellungen von Heilung und ihr Einfluss auf die Begleitung
• Die Seelenverankerung des Begleiters
Werkzeuge & Praxis des Inneren Erforschens
• Achtsames Erforschen und Selbstbefragung
• Arbeit mit Wahrnehmungskanälen und Grenzen
• Umgang mit schwierigen Emotionen
• Das „3-Schichten-Modell“ ein Persönlichkeitsmodell
• Supervision zu eigenen Begleitungsprozessen
Seminarleitung
Sieglinde Salvermoser & Miriam Blümel
Seminarort
Oase Steinerskirchen, Hohenwart
Termine
Dienstag, 23. März bis Samstag, 27. März 2027
Mittwoch, 28. Juli bis Sonntag, 1. August 2027
Mittwoch, 20. Oktober bis Sonntag, 24. Oktober 2027
Die 3 Module können nur komplett gebucht werden.
Seminarkosten
495 € pro Person und Modul (450 € – 545 €)
zuzüglich Unterkunft und Verpflegung
Unterkunft und Verpflegung
414 € im EZ, 356 € im DZ pro Person und Modul